Auch wenn wir Menschen uns selber im Alltag nicht zu den Tieren rechnen, ist der Mensch (Homo sapiens) biologisch eine Art der Tiere. Unter Personen, die Ökologie mit Misanthropie verwechseln, ist es verbreitet, die Tierart Mensch als bloßen Störenfried der Ökosysteme anzusehen. Diese Fehlinterpretation des Ökologiebegriffs erstreckt sich von den Führungsriegen der NGOs bis in die sozialen Medien. Da kommen Sprüche wie derjenige, die Natur könne auch ohne die Menschen auskommen. Das ist zwar richtig, aber ohne praktische Relevanz, da diese Erkenntnis keine Probleme löst. Meistens dient sie nur der Rationalisierung von Problemen mit den Mitmenschen. Naturschutz ohne Menschen ist in vielen Fällen ein Schildbürgerstreich.

In der Ökologie ist die Spezies Mensch ein Element der Ökosysteme, das innerhalb der Biozönosen in Wechselwirkung mit anderen Lebewesen steht. Gerade in Weideökosystemen sehen wir, wie wir Menschen mit unserem Wirtschaften auch konstruktiv zur Biodiversität (und zum Sozialleben) beitragen können. Deshalb unterstützen alle an Biodiversität interessierten Menschen die Weidewirtschaft, wenn nicht durch Mitarbeit, so zumindest durch den Kauf ihrer Produkte.
Wir Menschen vom Forum für Weidewirtschaft und Biodiversität beschränken uns nicht auf Reden, sondern handeln. Reden ist Schweigen, Handeln ist Gold.
