Einblick ins Hirtenleben

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Alpine Magerweide mit Arnika

Wer sich dem Hirtenwesen verschrieben hat, kennt die folgenden Dinge, mit leichten Variationen je nach Tierart, aber im Prinzip für unterschiedliche Arten gültig:

Ich hüte Tiere stundenlang bei Wind und Wetter; dabei bin ich den Unbilden der Naturgewalten ausgesetzt, ohne schützende Wände um mich herum.

Manchmal arbeite ich 90 Stunden pro Woche oder noch mehr; ich kann die Arbeitszeit nicht über eine Gewerkschaft verkürzen, da ich aus Verantwortung arbeite.

Ich habe meinen Arbeitsplatz auf einer bunten Blumenwiese mit Schmetterlingen; ich trage dazu bei, dass diese wertvolle Biozönose existiert.

Ich schneide bei Bedarf die Klauen der Tiere und behandle sie bei allfälligen Krankheiten; ich muss auch selber sehen, wenn das nötig ist.

Ich suche Tiere, die sich von der Herde entfernt haben, bis ich sie finde.

Menschen kommen vorbei und sind begeistert, eine Herde und einen Hirten zu treffen, und ich kann das voller Stolz auf mich beziehen.

Auch die Begeisterung der Menschen für gute Produkte, etwa guten Käse kann ich stolz auf mich beziehen; denn ich habe auch schon selber Massen von Käse erzeugt und damit viel Lob von vielen netten Menschen bekommen.

Gereon Janzing