Dung

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Hinterlassenschaften auf einer großräumigen Schafweide in Island
Fliegen als Koprophagen auf einem Kuhfladen in den österreichischen Alpen

Wenn Tiere auf der Weide abkoten, bleibt der Kot meist liegen und dient Kleintieren wie Fliegen und Fadenwürmern, die man als Koprophagen zusammenfasst, als Nahrung. In Spanien lebt die Dupontlerche (Chersophilus duponti), die sich von Koprophagen ernährt und deshalb von Weiden profitiert. Die Koprophagen tragen zur Umsetzung des Kotes bei und machen seine Nährstoffe schneller pflanzenverfügbar.

Da die Tiere ihre Hinterlassenschaften auf der Weide nicht gleichmäßig verteilen, entstehen an manchen Stellen, insbesondere in Stallnähe, nährstoffreiche Standorte mit der entsprechenden Vegetation. Dazu gehört vielerorts die Große Brennnessel (Urtica dioica), die verschiedenen Schmetterlingen als Raupenfutterpflanze dient, etwa dem Kleinen Fuchs (Nesselfalter; Aglais urticae) und dem Tagpfauenauge (Inachis io).

Raupen des Kleinen Fuchses auf ihrer einzigen Futterpflanze, der Großen Brennnessel, auf einer Ziegenweide im Tessin

Oft ist Weidehaltung mit Stallhaltung verknüpft. Oder die Kühe koten im Melkstand ab. So hat man Dung, den man, wenn er lang genug abgelegen und kompostiert ist, zum Gemüsebau nutzen kann. Gemüsebetriebe ohne Tierhaltung kaufen den Dünger zu und hängen damit von der Tierhaltung ab, wobei Weidehaltung nicht immer garantiert ist.

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