Probleme und Lösungen > Respekt zurückerobern > Hetzpropaganda entgegentreten
Gegen die Weidewirtschaft gibt es viel populistische Hetzpropaganda. So wird pauschal behauptet, Fleisch und Butter seien klimaschädlich, Tierprodukte seien Ressourcenverschwendung … Solchen Populismen müssen wir mit Fakten entgegentreten.

Die Lebensmittelindustrie hat Interesse daran, Ackerbau und Nutztierhaltung gegeneinander auszuspielen, während die kleinbäuerliche Landwirtschaft auf ein gutes Miteinander beider Wirtschaftszweige angewiesen ist.
Immer wieder liest man theoretische Berechnungen über die ökologischen Folgen der Produktion der verschiedenen Nahrungsmittel. Interessant ist, wie genau die Theoretiker vom Lehnstuhl aus das alles berechnen können, ohne die geringste Vorstellung davon zu haben, wie die Lebensmittel in der Praxis erzeugt werden. Das ist billigster Populismus.
Immer wieder machen Leute, die ihren eigenen Konsum von fossilen Brennstoffen nicht hinterfragen wollen, die verhassten Kühe zum Sündenbock für den Klimawandel. Dabei verschweigen sie, dass sich Methan innerhalb von 10-12 Jahren abbaut. Mehr unterm unten genannten Link.
Die Klimabewegung plappert das gedankenlos nach und lässt sich so für Industrieinteressen instrumentalisieren. Sie sollte sich lieber darauf besinnen, Lebensmitteltransporte und industrielle Verarbeitung zu reduzieren, damit auch Freihandelabkommen wie das Mercosur-Abkommen zu kritisieren.
Solche Propaganda schadet der kleinbäuerlichen Weidehaltung viel mehr als der Intensivtierhaltung in engen Ställen. Billigfleischkonsumenten lassen sich von dieser Propaganda am wenigstens mitreißen. Menschen mit einem gewissen ökologischen Bewusstsein, die bei Fachkenntnis auf alle Fälle Weideprodukte kaufen würden, fallen mangels ökologischen Verständnisses eher auf derartige Propaganda herein und gehen so der Weidewirtschaft als Kunden verloren.
Genau deshalb haben gewisse Industrien Interesse an dieser Propaganda. Auch die müßige Diskussion, ob Wörter wie „Schnitzel“ und „Wurst“ nur für Fleischprodukte oder auch für fleischlose Produkte gelten dürfen, dient letztlich nur dazu, eine künstliche Grenze zwischen tierischen und nicht tierischen Produkten in die Gehirne einzuhämmern.

Immer wieder hört und liest man auch den dummen Spruch, Nutztierhaltung sei Flächenverschwendung. Die wertvollen Weideökosysteme als verschwendete Fläche zu bezeichnen, ist natürlich höherer Blödsinn. Das trifft für folienbedeckte Spargelfelder viel eher zu.
Bisweilen werden insbesondere Schafe in anderweitig genutzten Flächen zur Pflege gehalten, um das Gras kurz zu halten. Flächen verschwenden sie dort überhaupt nicht. Sie sind auf jeden Fall umweltfreundlicher als benzinbetriebene Rasenmäher.
Und wenn man Weidetiere nur zur Landschaftspflege hält und keine Produkte nutzt? Na, dann verschwendet man Ressourcen, dann trägt man nicht zur Versorgung der Bevölkerung bei. Die Folge ist, dass anderswo intensiviert werden muss, damit es genug Lebensmittel gibt.
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