Hirsche

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Fressendes Rentier in Norwegisch-Lappland

Die einzige Art der Hirsche (Cervidae), die domestiziert wurde, ist das Ren (Rentier; Rangifer tarandus). Die halbwilden Zahmrene grasen in Lappland und Sibirien im selben Gebiet wie ihre wilden Verwandten.

Damwild auf der Weide im Schwarzwald

Genutzt wurden und werden das Fleisch, die Milch und das Fell. Auch die Geweihe werden genutzt, etwa für Messergriffe. Allerdings ist heutzutage in Lappland das Melken der Rene nicht mehr üblich, da man Milch überall leicht kaufen kann.

Andere Hirscharten werden gelegentlich als Wildtiere in Gehegen gehalten. Hier ist vor allem der Damhirsch (Damwild; Dama dama) zu nennen, der auch in Mitteleuropa für Fleisch in Gehegen gehalten wird, aber auch zu Jagdzwecken nach der Ausrottung wieder als Wildtier angesiedelt wurde.

In Mittelschweden gibt es eine Elchfarm namens „Älgens Hus“ (wörtl.: „Haus des Elchs“). Die Elche (Alces alces) sind an Menschen gewöhnt, ohne wirklich gezähmt zu sein. Mehr Informationen dazu gibt es unten im Video.

Von einem Jäger erlegter Rothirsch in den Bündner Alpen

Ansonsten sind Hirsche wild lebende Wiederkäuer, die als solche auch ihren Einfluss auf die Ökosysteme haben und gelegentlich auf Weiden äsen. Zu den Hirschen gehört zoologisch auch das Reh (Capreolus capreolus; weidmännisch: das Rehwild), das in der Sprache der Zoologie ein Geweih, in der Jägersprache aber ein Gehörn hat. Der häufigste sonstige Hirsch in Mitteleuropa ist der Rothirsch (Rotwild; Cervus elaphus). Das Fleisch der wild lebenden Hirsche ist dank der Jagd nutzbar. Zwischen Weidewirtschaft und Jagd bestehen oft gute Beziehungen.

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