Wolle

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Schafwolle wird versponnen

Wolle stammt, wie wir wissen, meist von Schafen; bei anderen Tieren wie Alpakas und Kaschmirziegen besteht keine Einigkeit darüber, ob man überhaupt von Wolle sprechen darf.

Derzeit ist die Nachfrage nach lokaler Wolle aus Weidehaltung, etwa aus Wanderschafhaltung eher gering. Die Schäfer verdienen gar nichts an ihrer Wolle. Es ist zweifellos erstrebenswert, der Wolle wieder die ihr gebührende Wertschätzung zu verschaffen.

Hier wird Alpakawolle auf einem Alpakabetrieb mit dem Spinnrad versponnen

Wolle, die zu grob für Textilien ist, kann immer noch als Filz, Mulch oder Isoliermaterial genutzt werden.

Und nach dieser Einführung kommt für den Rest des Artikels eine Schäferin zu Wort:

Wolle ist dehnbar, sie knittert nicht, und sie nimmt kaum schlechte Gerüche auf. Sie absorbiert Lärm und ist sehr gut zu färben. Sie wärmt, und kann sogar kühlen.

Sie ist zu 100 % biologisch abbaubar, wasserabweisend, reguliert Feuchtigkeit und ist hautfreundlich. Eigentlich ist sie eine Wunderfaser.

Filz vom Walliser Schwarznasenschaf

Der Wollhandel zwischen Asien und Europa hat eine reiche Geschichte des kulturellen Austausches und natürlich des Handels.

Das Aufkommen der Synthetikfaser reduzierte den Wert der Wolle drastisch, deshalb erfahren Tiere, die man wegen ihrer Wolle züchtet, kaum Wertschätzung.

Dabei erzählt uns Wolle sehr viel über unsere Kultur, Handwerk, Industrie, Menschen– und Tierrechte.

Aus Wolle lässt sich sooo viel Schönes machen

Anders als z. B. eine Baumwollpflanze, finden wir das Schaf weltweit und unter den vielfältigsten klimatischen Bedingungen vor, an die es sich anpasst. Diese Anpassungsfähigkeit macht die Wolle zu einer wertvollen lokalen Ressource. Durch die Globalisierungen sind viele traditionelle Fähigkeiten, auch in der Verarbeitung mit Wolle, gefährdet. Es ist sehr wichtig, dieses Wissen und die Praktiken zu erhalten, und sie in einem weiteren Kontext zu sehen.

Ein Dorf ohne Tiere oder Bauern, ohne Handwerk wie die Herstellung von Käse und Wurst oder auch einen Bäcker ist ein toter Ort und verarmt emotional.

Dem sollten wir als Hersteller und Konsumenten entgegensteuern.

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